Der Hochzeits-Künstler

Hochzeitsspiel - Das Kutscherspiel

Das Kutscherspiel ist das wohl bekannteste Hochzeitsspiel. Hier finden Sie das Kutscherspiel mit einem langen Text. Dabei sind einige Gäste, das Brautpaar, die Eltern des Brautpaares und die Trauzeugen beteiligt. Es ist ein recht turbulentes Spiel, was sich gut z.B. nach dem Kaffeetrinken oder dem Abendessen eignet, um die Gesellschaft wieder ‚Schwung zu bringen’.


Das Kutscherspiel - Variante 1

Die einzelnen Rollen beim Kutscherspiel

Beim Kutscherspiel platzieren Sie die Akteure auf Stühlen die auf der Bühne stehen. Sie lesen die Kutscherspiel Geschichte vor und jeder Spieler muss einfach nur aufstehen, wenn er seinen Namen hört bzw. er muss um seinen Stuhl herumrennen. Die Rollen sind: 2 Pferde, Kutscher, König, Königin, 4 Räder (rechtes und linkes Vorderrad, rechtes und linkes Hinterrad). Die Teilnehmer werden natürlich in der Reihenfolge angeordnet, wie man sich eine normale Kutsche vorstellt. Die Auswahl der Rollen ist Ihnen überlassen. Normalerweise sind beim Kutscherspiel aber Braut und Bräutigam die Königin bzw. der König.

Wenn Sie das Kutscherspiel bei einer Hochzeit spielen wollen, drucken Sie die Kutscherspiel Geschichte einfach aus und lesen Sie die Geschichte bei der Hochzeit vor.

 

Geschichte beim Kutscherspiel

Ein König machte mit seiner Königin einen Ausflug. Sie fuhren in einer schönen Kutsche, die von starken Pferden gezogen wurde. Auf dem Kutschbock saß der alte Kutscher der Familie. Der König hatte vollstes Vertrauen zu seinem Kutscher. Der Kutscher hatte König und Königin bisher immer sicher nach Hause gebracht. Die Königin hatte deshalb auch keine Angst, obwohl es schon dunkle Nacht war und es in dieser Gegend nur so von dieben wimmelte.

Doch plötzlich rumpelte die Kutsche. Die Pferde wieherten und gingen fast durch. Da fragte der König: "Kutscher, Kutscher, was ist den mit unseren Pferden los? Ich glaube wohl, das linke Hinterrad ist gebrochen."

Der Kutscher erwiderte: "Nein, nein, Herr König. Ich denke eher, es ist das rechte Hinterrad. Geht es der Königin gut?"

Die Königin antwortete dem Kutscher sogleich: "Ja, ja, mein bester Kutsche. Es ist alles in Ordnung. Aber mir scheint eher, mein guter Kutscher, dass das rechte und das linke Vorderrad gebrochen sind. Ich hoffe doch, mit den Pferden ist alles in Ordnung. Es wäre doch schrecklich, wenn sie fliehen würden."

Da entgegnete der Kutscher der Königin: "Die Pferde haben sich nur ein wenig erschreckt. Ich steige kurz ab und beruhige die Pferde wieder."

Da sprach der König zu seinem Kutscher: "Oh Kutscher, Kutscher, mein treuer Kutscher, mein bester Kutscher, gib Acht, dass dir nichts geschieht."

Da erwiderte der Kutscher dem König: "Oh nein, mir geschieht schon nichts. Ich werde die Pferde beruhigen und dann auch die Räder kontrollieren, ob nichts kaputt ist."

Der Kutscher stieg ab, begab sich zu den Pferden und beruhigte die Pferde. Dann kontrollierte er nacheinander das linke Vorderrad, das linke Hinterrad, das rechte Hinterrad und das rechte Vorderrad und dann noch einmal die ganze Kutsche. Dann kletterte er wieder auf den Kutschbock und ergriff die Zügel der Pferde.

Der König schaute die Königin an und fragte dann seinen Kutscher: "Kutscher, mein bester Kutscher, welches der Räder ist denn zerbrochen?"

Da antwortete der Kutscher dem König: "Es ist nicht das linke Vorderrad, nicht das linke Hinterrad, nicht das rechte Hinterrad und auch nicht das rechte Vorderrad. Auch mit der Kutsche ist alles bestens. Ich nehme an, wir sind nur über eine dürren Ast gefahren, der brach und die Pferde erschreckte."

Da sagte die Königin zu ihrem Kutscher: "Kutscher, mein treuer Kutscher, mein allerbester Kutscher, dann können wir ja durch diese dunkle Nacht weiterfahren und bald zuhause sein." Der Kutscher antwortete der Königin: "Natürlich, verehrte Königin. Bald sind wir zuhause. Ich werde die Pferde antreiben, damit wir schnell diese dunkle Nacht hinter uns lassen können und wieder im hell erleuchteten Schloss sind."

Der Kutscher trieb die Pferde an und bald erreicht sie das Schloss.

Der Kutscher kletterte vom Kutschbock, und half dem König und der Königin aus der Kutsche. Er spannte die Pferde aus und überprüfte noch einmal das linke Vorderrad, das linke Hinterrad, das rechte Hinterrad und das rechte Vorderrad. Dann gab er den Pferden zu fressen. Sie hatten es sich redlich verdient.

Der König und die Königin waren stolz auf ihren klugen Kutscher. Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute, der König, die Königin, der Kutscher, die braven Pferde und die Kutsche mit den vier Rädern.

 

Kutscherspiel Varianten

Wenn Ihnen beim Kutscherspiel das einfache Aufstehen zu langweilig ist, können Sie jedem natürlich noch eine Bewegung zuweisen.
Je witziger die Bewegung oder Aktion ist, desto witziger ist das Kutscherspiel.

Z.B.
König und Königin: winken, sich verbeugen oder küssen
Kutscher:  Hacken zusammenknallen oder mit der Peitsche knallen
Pferde: wiehern und mit den Hufen scharren
Räder: sich drehen


Das Kutscherspiel - Variante 2

Rollen (wann wer aufstehen muss):
König:   Bräutigam
Königin:  Braut
Kutscher:  Gast
Pferde:  Gäste
Räder:   Gäste
tiefer, dunkler Wald. Das Publikum
Stock und Stein: Das Publikum
Kutsche :  alle Räder

Geschichte beim Kutscherspiel
Es war einmal vor langer Zeit, da fuhr ein König mit seiner Königin in einer schönen Kutsche, gelenkt von seinem treuen Kutscher, mit zwei stolzen Pferden über Stock und Stein durch einen tiefen dunklen Wald.

Der König vertraute seinem Kutscher, denn der Kutscher hatte die beiden schon immer wieder gesund und munter nach Hause in ihr stolzes Schloss gebracht.

Deswegen hatte auch die Königin an diesem Abend keine Angst, durch den tiefen, dunklen Wald zu fahren und eventuell von irgendwelchen Dieben überfallen zu werden.

Ganz plötzlich rumpelte die ganze Kutsche. Die Pferde scheuten und drohten über Stock und Stein durch den tiefen, dunklen Wald zu flüchten.

Der König fragte besorgt: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher was ist mit den Pferden los. Ist etwa das linke Hinterrad gebrochen, als du über Stock und Stein gefahren bist?".

Darauf sagte der Kutscher zum König: " Nein mein König, ich glaube eher es war das rechte Hinterrad. Ist mit der Königin alles in Ordnung?"

Daraufhin sagt die Königin zum Kutscher: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, für mich klang es eher so, als ob das linke und das rechte Vorderrad gebrochen sind. Ist denn mit den Pferden alles in Ordnung? Es wäre schade, wenn sie über Stock und Stein durch den tiefen, dunklen Wald fliehen würden."

Der Kutscher sagte zur Königin: " Nein, die Pferden sind nur beunruhigt. Ich werde einmal
von der Kutsche absteigen und die Pferde beruhigen."

Der König sagte zu seinem Kutscher: " Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, pass auf, dass du dich nicht verletzt, indem du auf Stock und Stein nachsiehst."

Der Kutscher sagte zum König: "Nein, ich werde mich schon nicht verletzten. Ich werde auch gleich nachdem ich die Pferde beruhigt habe nach den Rädern sehen und nachsehen, ob die Kutsche noch voll intakt ist."

Der Kutscher stieg von seiner Kutsche und ging über Stock und Stein zu den Pferden und beruhigte die Pferde mit einigen ruhigen Worten. Danach ging er um die Kutsche, kontrollierte das rechte Vorderrad, dann das rechte Hinterrad, das linke Hinterrad und das rechte Vorderrad und zum Schluß die Kutsche. Danach stieg er wieder auf die Kutsche und nahm
die Zügel der Kutsche wieder in seine Hand.

Der König sah seine Königin an und fragte dann den Kutscher: " Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, welches von den Rädern war denn nun gebrochen?"

Daraufhin sagte der Kutscher zum König: " Es war weder das rechte Vorderrad, noch das rechte Hinterrad, das linke Hinterrad und auch nicht das linke Vorderrad. Die Kutsche ist auch voll in Ordnung. Es war wahrscheinlich nur ein großer Ast, der gegen die Kutsche geflogen ist und damit die Pferde scheu gemacht hat"

Die Königin sagte zum Kutscher: "Kutscher, Kutscher, mein lieber Kutscher, mein herzallerliebster Kutscher, dann können wir jetzt unbesorgt aus diesem tiefen, dunklen Wald heraus fahren und in unser Schloss zurückkehren?"

Der Kutscher sagte zur Königin: "Aber ja, meine Königin. Wir sind bald sicher wieder zu Hause. Ich werde die Pferde jetzt über Stock und Stein jagen, damit wir diesen tiefen, dunklen Wald so bald wie möglich verlassen können."

Der Kutscher trieb die Pferde an, die Kutsche rollte über Stock und Stein und fuhr bald aus dem tiefen, dunklen Wald auf den Hof des Schlosses.

Der Kutscher stieg von der Kutsche, geleitete den König und die Königin aus der Kutsche, spann die Pferde ab, kontrollierte noch einmal das rechte und linke Vorderrad und das rechte und linke Hinterrad und ging dann in den Stall, um die Pferde zu versorgen.

Der König und die Königin waren sehr zufrieden mit ihrem Kutscher. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben der König, die Königin, der Kutscher, die Pferde und die Kutsche auch heute noch in den Schloss vor den tiefen, dunklen Wald und fahren mit der Kutsche über Stock und Stein.


Das Kutscherspiel - Variante 3

Ein Spiel, das 11 Personen einbezieht und folgendermaßen vorzubereiten ist:

11 Mitspieler auswählen, 11 Stühle in Form einer Kutsche aufstellen, (siehe
unten) und jedem Part seinen Stuhl sowie seine Aktivitäten zuweisen. Wessen
"Name"/Rolle in der Geschichte fällt, steht auf und macht das seiner Rolle
Entsprechende. Wird die Kutsche genannt, werden alle Mitspieler aktiv. Das
Brautpaar darf selbstverständlich immer sitzenbleiben.

Skizze:

                                      Rad                                 
Rad
Wallach
                                                       Braut              
             Lakai
                  Kutscher
                                                       Bräutigam          
         Lakai
Stute
                                      Rad                                 
Rad


11 Stühle/Personen:
2 Pferde:  1 Wallach: Trauzeuge, 1 Stute: Trauzeugin - wiehern und mit den Hufen scharren,
1 Kutscher:  Brautvater - mit der Peitsche knallen und Bier trinken,
4 Räder:  die 4 besten Freunde - um Stuhl laufen,
Brautpaar:  Brau und Bräutigam - huldvoll winken, sich küssen, lächeln,
2 Lakaien:  Brautmutter und Bräutigamsmutter - Knicks machen und dem Brautpaar Luft zufächeln,
Volk:  alle anderen Anwesenden - rufen "Hoch, hoch, hoch!"


Geschichte (Muster):
Anno 1998 fuhr am Musterweg eine alte Kutsche, die von zwei schmucken, rassigen Pferden, einem Wallach und einer Stute gezogen wurde, vor.

Die blank geputzten Räder glänzten in der Sonne, und das vor dem Haus wartende
Volk bestaunte die prächtigen Gewänder der Lakaien.

Der Kutscher rief
"Brrr!". Die Pferde, der Wallach und die Stute, scharrten mit den Hufen und
die blank geputzten 4 Räder standen still.

Das Brautpaar, der schmucke Bräutigam und die süße Braut, streichelten die Pferde, prüften die 4 Räder und gaben dem Kutscher ein Bier. Die Lakaien begrüßten das Brautpaar, öffneten die Tür der Kutsche und halfen dem Brautpaar in die Kutsche.

Die Pferde, der Wallach und die Stute, wieherten, der Kutscher rief "HÜHA" und
die Pferde zogen die Kutsche mit dem Brautpaar auf den 4 Rädern vom Hof.

In den Straßen stand das Volk und jubelte dem Brautpaar, dem Bräutigam und
der Braut, in ihrer Kutsche mit den 4 Rädern, mit dem Kutscher auf dem Bock und den Lakaien zu. Die Lakaien warfen Bonbons unter 's Volk, Braut und Bräutigam küssten sich und grüßten huldvoll das Volk.

Der Kutscher schwang die Peitsche, nahm einen Schluck aus der Pulle und trieb die Pferde, den Wallach und die Stute, an, denn Braut und Bräutigam wollten pünktlich am Standesamt sein, wo das Volk schon ungeduldig auf die Kutsche mit dem Brautpaar wartete.

Während sich die 4 Räder bei der langen Fahrt emsig drehten, die Pferde, der Wallach und die Stute, wieherten und die Kutsche mit dem Brautpaar vom Volk bejubelt wurde, hatte der Kutscher soviel getrunken, dass er vom Bock der Kutsche fiel.

Der Kutscher musste von den Lakaien ins Standesamt getragen werden, während der Bräutigam die Pferde ausspannte, damit die 4 Räder stillstehen, und er der Braut aus der Kutsche helfen konnte.

Das Volk bildete jubelnd ein Spalier für das Brautpaar und das Volk sang zusammen mit dem Kutscher und den Lakaien, während die Pferde verschnauften und die 4 Räder stillstanden: "Hoch soll'n sie leben!!!"


Hinweis

Auf meiner Website habe ich weitere hilfreiche Texte zusammengestellt, um Sie bei der
Planung Ihrer Hochzeit zu unterstützen.
Sie finden dort z.B.: 
- Budgetplaner (damit behalten Sie die Kosten im Blick)
- Checkliste (das wichtigste Hilfsmittel für eine gezielte Planung Ihrer Hochzeit)
- Hochzeitsbräuche (Ideen für Ihr Hochzeitsfest)
- Hochzeitsgedichte, Hochzeitszitate und lustige Texte zum Vortragen
- weitere Hochzeitsspiele

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