Der Hochzeits-Künstler

Hier finden Sie viele Hochzeitsgedichte und -texte von berühmten Dichtern, Denkern und anderen Menschen, die sich Gedanken über die Liebe und das Heiraten gemacht haben.

Suchen Sie sich das richtige Gedicht oder den schönsten Text aus meiner umfangreichen Liste aus für Ihre Hochzeitsrede bzw. Ihren Hochzeitsvortrag.


Ermahnungen und Winke

O wie lieblich, o wie schicklich,
Sozusagen herzerquicklich,
Ist es doch für eine Gegend,
Wenn zwei Leute, die vermögend,
Außerdem mit sich zufrieden,
Aber von Geschlecht verschieden,
Wenn nun diese, sag ich, ihre
Dazu nötigen Papiere
So wie auch die Haushaltsachen
Endlich mal in Ordnung machen
Und in Ehren und beizeiten
Hin zum Standesamte schreiten,
Wie es denen, welche lieben,
Vom Gesetze vorgeschrieben,
Dann ruft jeder freudiglich:
»Gott sei Dank, sie haben sich!«

Wilhelm Busch

 

Du hattest kein Glück, und ich hatte keins;
Wir nahmen einander, nun haben wir eins.
Wo haben wir es denn hergenommen?
Es ist vom Himmel auf uns gekommen.

Friedrich Rückert

 

Genau besehn

Wenn man das zierlichste Näschen
Von seiner liebsten Braut
Durch ein Vergrößerungsgläschen
Näher beschaut,
Dann zeigen sich haarige Berge,
Dass einem graut.

Joachim Ringelnatz


Liebe ist das einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.

Ricarda Huch

 

Die Liebe

Die Liebe,
Welch lieblicher Dunst;
Doch in der Ehe,
Da steckt die Kunst.

Theodor Storm

 

Ratsam ist...

Ratsam ist und bleibt es immer
Für ein junges Frauenzimmer,
Einen Mann sich zu erwählen
und womöglich zu vermählen.
Erstens: will es so der Brauch.
Zweitens: will man's selber auch.
Drittens: man bedarf der Leitung
Und der männlichen Begleitung;
Weil bekanntlich manche Sachen,
Welche große Freude machen,
Mädchen nicht allein verstehn;
Als da ist: ins Wirtshaus gehn.

Wilhelm Busch

 

Hochzeitsgedicht

Es sinkt und steigt mit den Gezeiten
Im Meer des Lebens manches Schiff
Nur selten ist es stilles Gleiten
Mal tobt ein Sturm, mal droht ein Riff

Wenn sich begünstigt von den Winden
Zwei Wege kreuzen, wie so oft
Doch sich dabei die Richt'gen finden
So, wie man es sich stets erhofft
Und nehmen sie gemeinschaftlich
Dann Kurs auf einen Hafen
Sagt jeder voller Zuversicht
Wie schön, dass sie sich trafen

Horst Winkler / http://www.verseschmiede.com/hochzeitsgedichte.htm

 

Eine feine, glatte Maus ...

Eine feine, glatte Maus
Suchte sich in stolzer Jugend
Eine Braut aus.
Und wie jeder Freier begann,
Fing sie hoch an:
"Meine Braut, sie sei von Tugend,
Schöne, Wärme, Wonne!
Kurz, sie sei die Jungfrau - Sonne!"
Eine Weile blieb sie stehn.
"Hör es, hohe Jungfrau Sonne!
Doch sie will es nicht verstehn,
Ist so stolz, hm! und so warm
Dünkt mich ihr im Arm.
Laß sie! ich will weiter gehn.
Die eben dort vorüberzieht
Und ebenso wie ich die stolze Sonne flieht
Und, wie ich merke, selbst die Sonne dämpft
Und mit ihr kämpft -
Sei, hohe Wolke, mir zur Braut
In Deinem Schoß vertraut!"
Die Wolke öffnet' ihren Schoß
Und regnete drauf los.
"Die hohe Braut ist nass,
Ein leckes Fass!"
Kurz, die klug gewaschne Maus
Ging in ihr Loch
Und sucht' sich eine Mäusin aus
Und hat sie noch.

Johann Gottfried Herder

 

Die Liebe war nicht geringe...

Die Liebe war nicht geringe,
Sie wurden ordentlich blass;
Sie sagten sich tausend Dinge
Und wussten immer noch was.

Sie mussten sich lange quälen,
Doch schließlich kam’s dazu,
Dass sie sich konnten vermählen.
Jetzt haben die Seelen Ruh.

Bei eines Strumpfes Bereitung
Sitzt sie im Morgenhabit;
Er ließt in der Kölnischen Zeitung
Und teilt ihr das nötigste mit.

Wilhelm Busch

 

Heugabel und Besenstiel

Heugabel und Besenstiel,
Die wollten sich vermählen;
Da gab's im ganzen Land gar viel
Und mancherlei zu erzählen.

Was ist das für ein Paar!
Wie die zusammen passen!
Er ist zu Haus das ganze Jahr,
Sie draußen auf Wegen und Gassen.

Er denkt an Stub' und Flur,
Und sie an Ochsen und Pferde;
Sie strebet nach dem Hohen nur,
Und er bleibt auf der Erde.

Bei Frühlingssonnenschein
Will sie ihr Amt nur führen;
Er aber muss Jahr aus Jahr ein,
Er muss sich immer rühren,

Doch als die Trauung war,
Da wurden die Mäuler stille;
Heugabel und Besenstiel blieb ein Paar,
I nun, es war ihr Wille.

Heißa! das ganze Land
Zur Hochzeit war geladen,
Verwandt, bekannt und unbekannt,
Die Krummen, die Schiefen, die Graden.

Da tanzten munter und frisch
Die Schemel, die Hütschen, die Bänke,
Die Kannen, die Mulden, die Stühl' und die Tisch'
Und Kisten und Kasten und Schränke.

Heißa! nun wurden sie
Poetisch über die Maßen,
Dass sie vor lauter Poesie
Stand, Rang und Würde vergaßen:

Die Liebe macht uns gleich,
Frau Besenstiel, Herr Gabel!
Der Will' ist unser Himmelreich -
Und das ist keine Fabel.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Das Ehebarometer

In der Ehe gibt's ein Barometer,
das euch zeigt das täglich Wetter,
und damit ihr es sollt kennen,
werd' ich euch die Skala nennen:

Kriegt das Weibchen neue Kleider,
ist der Himmel klar und heiter.

Lässt der Mann sich nicht bewegen,
mit der Frau zum Tanz zu gehn,
gibt's gewalt'gen Tränenregen
und die Sonn' lässt sich nicht sehn.

Geht der Mann allein zum Bier,
steht der Sturmwind vor der Tür,
will er sich die Kehle feuchten,
gibt es starkes Wetterleuchten.
Wenn Freunde ihn besuchen wollen,
hört man dumpfes Donnergrollen.

Damit sich zeigt der Sonnenschein,
und die Luft sei klar und rein,
lasst uns jetzt die Gläser heben:

Hoch soll unser Brautpaar leben!

unbekannt

 

Freude

Freude soll nimmer schweigen.
Freude soll offen sich zeigen.
Freude soll lachen, glänzen und singen.
Freude soll danken ein Leben lang.
Freude soll dir die Seele durchschauern.
Freude soll weiterschwingen.
Freude soll dauern
Ein Leben lang.

Joachim Ringelnatz

 

Hochzeitlied

Im Schlafgemach, entfernt vom Feste,
Sitzt Amor, dir getreu, und bebt,
Daß nicht die List mutwill'ger Gäste
Des Brautbetts Frieden untergräbt.
Es blinkt mit mystisch heil'gem Schimmer
Vor ihm der Flammen blasses Gold;
Ein Weihrauchwirbel füllt das Zimmer,
Damit ihr recht genießen sollt.

Wie schlägt dein Herz beim Schlag der Stunde,
Der deiner Gäste Lärm verjagt;
Wie glühst du nach dem schönen Munde,
Der bald verstummt und nichts versagt.
Du eilst, um alles zu vollenden,
Mit ihr ins Heiligtum hinein;
Das Feuer in des Wächters Händen
Wird wie ein Nachtlicht still und klein.

Wie bebt von deiner Küsse Menge
Ihr Busen und ihr voll Gesicht;
Zum Zittern wird nun ihre Strenge,
Denn deine Kühnheit wird zur Pflicht.
Schnell hilft dir Amor sie entkleiden
Und ist nicht halb so schnell als du;
Dann hält er schalkhaft und bescheiden
Sich fest die beiden Augen zu.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Der holden Braut

Der holden Braut zu Ehren
ein volles Glas zu leeren
wird niemand mir verwehren;
auch stimmen alle fröhlich ein:
Die schöne Braut soll glücklich sein!

unbekannt

 

Toast zur Hochzeit

Die Braut vor Glück heut strahlt
Ein Anblick wie gemalt
Mit stolzgeschwellter Brust
Und voller Lebenslust
Der Bräutigam daneben
Hoch sollen beide leben!

Horst Winkler / http://www.verseschmiede.com/hochzeitsgedichte.htm

 

Freude

Freude soll nimmer schweigen.
Freude soll offen sich zeigen.
Freude soll lachen, glänzen und singen.
Freude soll danken ein Leben lang.
Freude soll dir die Seele durchschauern.
Freude soll weiterschwingen.
Freude soll dauern
Ein Leben lang.

Joachim Ringelnatz

 

Vater werden ist nicht schwer"

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
dass er gar nicht abgeneigt;
nur er will mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlet er sich angstbeklommen.
Dieserhalb besonders scheut
er die fromme Geistlichkeit,
denn ihm sagt ein stilles Grauen:
das sind Leute, welche trauen.

Wilhelm Busch

 

Und bist du erst...

Und bist du erst mein eh’lich Weib,
Dann bist du zu beneiden,
Dann lebst du in lauter Zeitvertreib,
In lauter Pläsier und Freuden.

Und wenn du schiltst und wenn du tobst,
Ich werd es geduldig leiden;
Doch wenn du meine [Verse] nicht lobst,
Lass ich mich von dir scheiden.

Heinrich Heine

 

Das Muster der Ehen

Ein rares Beispiel will ich singen,
Wobei die Welt erstaunen wird.
Dass alle Ehen Zwietracht bringen,
Glaubt jeder, aber jeder irrt.

Ich sah das Muster aller Ehen,
Still, wie die stillste Sommernacht.
O! dass sie keiner möge sehen,
Der mich zum frechen Lügner macht!

Und gleichwohl war die Frau kein Engel,
Und der Gemahl kein Heiliger;
Es hatte jedes seine Mängel.
Denn niemand ist von allen leer.

Doch sollte mich ein Spötter fragen,
Wie diese Wunder möglich sind?
Der lasse sich zur Antwort sagen:
Der Mann war taub, die Frau war blind.

Gotthold Ephraim Lessing

 

Das ist die rechte Ehe...

Das ist die rechte Ehe,
wo Zweie sich geeint,
durch alles Glück und Wehe
zu pilgern treu vereint.
Der eine Stab des andern,
und liebe Last zugleich,
gemeinsam Rast und Wandern,
und Ziel das Himmelreich.

Emanuel Geibel

 

Die Liebe

Die Liebe,
Welch lieblicher Dunst;
Doch in der Ehe,
Da steckt die Kunst.

Theodor Storm

 

Du wirst im Ehstand viel erfahren"

Du wirst im Ehstand viel erfahren,
was dir ein halbes Rätsel war,
bald wirst du aus Erfahrung wissen,
wie Eva einst hat handeln müssen,
dass sie hernach den Kain gebar.
Doch, Schwester, diese Ehstandspflichten,
wirst du von Herzen gern verrichten,
denn glaube mir, sie sind nicht schwer.
Doch jede Sache hat zwo Seiten:
Der Ehstand bringt zwar viele Freunden,
allein auch Kummer bringet er;
drum, wenn dein Mann dir finstre Mienen,
die du nicht glaubtest zu verdienen,
in seiner üblen Laune macht,
so denke, das ist Männergrille
und sag: Herr, es gescheh dein Wille
bei Tag - und meiner bei der Nacht.

Wolfgang Amadeus Mozart

 

Heiratsgründe

Es ist wahr, man kann allein
ohne weitres glücklich sein.
Doch so manches ist - ganz ehrlich -
wie ihr wisst, allein beschwerlich.
Das Schneiden der Nägel an rechter Hand
ist etwas, für das man die Ehe erfand.
Auch Sonnenöl reibt man allein
auf dem Rücken schwerlich ein.
Fürs Öffnen von Gläsern mit Vakuumverschluss
ist ein Ehemann schlechterdings ein Muss.
Er wiederum braucht sie zur Vermeidung
von falschen Krawatten bei festlicher Kleidung.
Ein Juckreiz zwischen Schulterblättern
kann einen ganz schön niederschmettern.
Man weiß genau, was einen quält:
es ist die dritte Hand, die fehlt.
Man reibt den Rücken mit Gespür -
zum Beispiel an der offnen Tür,
und doch ist das niemals so herrlich
wie fremdes Kratzen, sind wir ehrlich.
So ist die Ehe ein System,
das gleichermaßen recht bequem
ist für die Frau wie auch den Mann,
weil man sich wechselnd helfen kann.
Drum ist es ratsam, sie zu schließen
und den Komfort schlicht zu genießen,
Drum ist es ratsam, sie zu schließen
und den Komfort schlicht zu genießen,
den Zweisamkeit so mit sich bringt.
Nur eines gilt es unbedingt
dabei zu achten und bedenken,
man kann nicht nur sein Händchen schenken!
Man schenkt sich ganz mit Haut und Haar
und das gilt nicht nur für ein Jahr.
Nein, dieses gilt fürs ganze Leben,
zumindest soll man das erstreben...
Das heißt, man teilt für alle Zeit
Geld und Besitz, auch Glück und Leid.
Bei diesem Einsatz lohnt sich fast
Du holst Dir einen Feriengast
ins Haus statt einer langen Ehe,
bei der ich gar kein Ende sehe...
Was? Hör ich recht? Du liebst den Andern
und willst mit ihm durchs Leben wandern?
Und auch vergaß ich zu erwähnen,
man kann sich aneinander lehnen,
in harten Zeiten und in Krisen?
Zu zweit geht’s leichter, ist erwiesen?
Euch geht’s nicht um die dritte Hand,
Ihr seid von Liebe übermannt?
Nun, neben vielen andren Gründen,
warum sich zwei zusammen finden,
ist Liebe auch kein schlechter Grund
für einen festen Ehebund...
Zwar scheint es mir extrem verwegen
sich auf die Dauer festzulegen,
doch habe ich davon gelesen,
es gäbe ab und zu zwei Wesen,
die festgefügt zusammen stehen
in linder Luft wie Sturmes Wehen...
Wenn ich Euch anseh, wird mir klar:
genau Ihr zwei seid solch ein Paar!

Renate Eggert-Schwarten

 

Am Tag der Vermählung

O Bräutigam, welch eine Braut
wird deinem Arm zur Beute!
Bei meiner Leier schwör ich's laut:
Die Krone schöner Bräute!

Wer zweifelt, wandre hin und her
rings um die alten Gleichen!
Kein schönres Fräulein findet er
in allen Königreichen.

Ihr Blick verheißt ein Paradies;
die Wang ist Morgenröte,
und ihre Stimme tönt so süß
wie König Friedrichs Flöte.

Noch mehr! Des Dichters Phantasei
verrät es seiner Leier,
dass ihre Lippe süßer sei
als Honig und Tokaier.

Ihr schlanker Wuchs ... Doch wie vermag
ich jeden Reiz zu singen?
Kaum reicht ein langer Sommertag,
ihr Loblied zu vollbringen.

Sie weichet nicht in Griechenland
der schönen Namensschwester;
doch hält ihr Herz das goldne Band
der Liebestreue fester. -

Sie hätten in der Wunderzeit
der Riesen und der Mohren
die Paladine weit und breit
zur Dame sich erkoren.

Ihr Name hätt im Feldpanier
den Rittern Mut geschimmert
und Schild und Lanzen im Turnier
zu Tausenden zertrümmert.

Wär sie geboren auf der Flur
in jenen goldnen Jahren,
als ritterliche Lanzen nur
noch Hirtenstäbe waren,

so hätt um sie in Flur und Hain
ein jedes Lied geworben.
Wohl mancher wär in Liebespein,
nach Schäferart, gestorben. -

Sieh, solche Braut zieht deine Hand
hinweg aus unsern Blicken.
Wie neiden wir das fremde Land,
das Helena soll schmücken"

Ach! Welche Nachbarin ersetzt
sie unsern Nachbarssöhnen?
Und welche wird die Reigen jetzt,
wie Helena, verschönen?

Du müsstest wohl mit blankem Speer,
o Mann, sie erst erwerben
und billig schäferlich vorher
ein paar Mal für sie sterben! -

Doch wirst du künftig ohne Leid
sie auf den Händen tragen
und immer nach Verdienst wie heut
ihr Honigwörtchen sagen.

So sei es drum! Wir lassen sie
in Frieden unsretwegen.
Die Liebe segne dich und sie
mit ihrem besten Segen!

Gottfried August Bürger

 

Der Nachtschelm und das Siebenschwein oder eine glückliche Ehe

Der Nachtschelm und das Siebenschwein,
die gingen eine Ehe ein,
o wehe!
Sie hatten dreizehn Kinder, und
davon war eins der Schluchtenhund,
zwei andre waren Rehe.

Das vierte war die Rabenmaus,
das fünfte war ein Schneck samt Haus,
o Wunder!
Das sechste war ein Käuzelein,
das siebte war ein Siebenschwein
und lebte in Burgunder.

Acht war ein Gürteltier nebst Gurt,
neun starb sofort nach der Geburt,
o wehe!
Von zehn bis dreizehn ist nicht klar; -
doch wie dem auch gewesen war,
es war eine glückliche Ehe!

Christian Morgenstern

 

Das Wachsen der Liebe

Die Liebe erscheint als das schnellste,
ist jedoch das langsamste aller Gewächse.
Weder Mann noch Frau wissen,
was vollkommene Liebe ist,
ehe sie nicht ein Vierteljahrhundert verheiratet waren.

Mark Twain

 

Ehestandspflichten

Du wirst im Ehstand viel erfahren,
was dir ein halbes Rätsel war,
bald wirst du aus Erfahrung wissen,
wie Eva einst hat handeln müssen,
dass sie hernach den Kain gebar.
Doch, Schwester, diese Ehstandspflichten,
wirst du von Herzen gern verrichten,
denn glaube mir, sie sind nicht schwer.
Doch jede Sache hat zwo Seiten:
Der Ehstand bringt zwar viele Freunden,
allein auch Kummer bringet er;
drum, wenn dein Mann dir finstre Mienen,
die du nicht glaubtest zu verdienen,
in seiner üblen Laune macht,
so denke, das ist Männergrille
und sag: Herr, es gescheh dein Wille
bei Tag - und meiner bei der Nacht.

Wolfgang Amadeus Mozart

 

Wie die Hühner

Ein junges Pärchen, sehr galant,
trat ein wohl in den Ehestand.
Die Flitterwochen, sehr gespannt,
verbrachten sie bei Freunden auf'm Land.

Der Bauer geht mit beiden los,
zeigt ihnen Haus und Hühnerhof.
Da plötzlich sprang ein Hahn auf’s Huhn,
wie das die Hähne öfters tun.

Darauf stutzt die Braut - zeigt's ihrem Mann,
vor Spannung hielt die Luft sie an.
Sie fragt den Bauern: Lieber Mann,
wie oft am Tag tut das der Hahn?

Der Bauer grinst, spricht unverzagt:
So etwa 20 mal am Tag!
Darauf die Frau den Liebsten küsste,
und leise flüstert: Siehste, siehste!

Drauf sagt der Mann: Ach, lieber Freund,
wie hast du das denn nun gemeint,
steigt denn der Hahn den ganzen Tag,
immer derselben Henne nach?

Oh nein, sprach der Bauer nun,
der Hahn nimmt stets ein andres Huhn.
Darauf der Mann sein Frauchen küsste,
und leise flüstert: Siehste, siehste!

unbekannt

 

Ein Hochzeitspaar

Ein Hochzeitspaar, wie Du und Du
ist ähnlich fast - wie ein Paar Schuh.
doch brauchbar ist ein Paar nur dann,
wenn man BEIDE benutzen kann.

Ein einziger Schuh nur ganz allein,
kann nie von richtigem Nutzen sein.

Was soll ein Mensch nur mit`nem Linken?
Er könnte nicht laufen und müsste hinken.
So ist es auch mit Ehepaaren:
Beide müssen Lasten tragen.

Trägt einer nur die Lasten tief,
wird dieser Schuh bald krumm und schief.
Er ist dann kaum noch zu benutzen,
und auch den andern - wird man dann nicht mehr putzen.

Ein Schuhpaar muss zusammen passen.
In Form und Farbe und in Maßen.
Ein Pumps passt nicht zum Filzpantoffel,
`ne schöne Frau passt nicht zum Stoffel.
Nur wenn beide sich vertragen,
kann man’s miteinander wagen.

Wohl drückt in all den Lebensjahren,
der Schuh auch mal bei Ehepaaren.
Oft sind es viele Kleinigkeiten,
die manch argen Schmerz bereiten.

Will beim Schuh die Zunge nicht sitzen,
bringt sie den Benutzer zum Fluchen und Schwitzen.
Drücken bei einem Schuh ständig die Falten,
wird man den anderen auch nicht behalten.

Ein Schuhpaar, das schon lange genutzt,
gehört gepflegt und gut geputzt.
Ein Einzelschuh mit Löchern und Rissen,
oder ist er ganz verschlissen,
muss zum Schuster zum Reparieren.
Ein Schuh allein kann nicht marschieren.

Hier nun unser Hochzeitspaar.
steht gemeinsam vor’m Altar,
bleibt uns lange gut erhalten.
Wie ein Paar Lackschuh - strahlt stets wie neu,
steht zusammen in Liebe und Treu.

Liebe ...........und lieber...........
für die Zukunft wünschen wir Euch:
Durchwandert weiter froh zu zweit
die nun folgende Ehezeit.

Denn ein einziger Schuh nur ganz allein
kann nie von richtigem Nutzen sein.
Herzlichen Glückwunsch!

unbekannt

 

Hochzeitsgedicht

"War die Entscheidung zu heiraten wirklich richtig?" - oder -
"Wir lernen aus den Fehlern der Anderen und machen alles besser!!!"
(vorzutragen von einer verheirateten Frau):

Liebes Brautpaar,
die wilde Ehe ist vorbei,
ihr Beide seid nun nicht mehr frei;
habt ihr auch wirklich nachgedacht,
ob ihr da nicht 'nen Fehler macht...
Ich als "alte" Ehefrau,
weiß es heute ganz genau,
dass die "rosarote" Brille
recht trüb sein kann für die Pupille
und nach der Hochzeitsnacht - oh Graus,
sieht manches dann ganz anders aus!

Nun ist die Ehe legitim,
ein Leben lang hängst du an "ihm",
natürlich hängt auch er an dir,
so ist's nun mal, das wissen wir.
Und all' die Süßholzraspelei
ist schneller als ihr denkt vorbei.

Was gestern wurd' noch ignoriert,
ist das, was morgen schon geniert,
welches Beispiel nehm' ich bloß,
ach, jetzt leg' ich einfach los:

Nehmen wir als erstes mal
die Zahnpasta auf dem Regal,
voll Elan, so ist es Sitte
quetsche ich sie in der Mitte,
was bislang noch kein Thema war,
denn man war kein Ehepaar.
Doch jetzt wirft er die Stirn in Falten,
er kann kaum mehr an sich halten
und ich hör' es ganz genau,
wie er murmelt: "Typisch Frau".

Ebenso werd' ich es wagen
und mich über ihn beklagen,
denn ich folge, glaubt mir nur,
bis ins Bad der Kleiderspur.
Das Hemd liegt auf dem Ehebett,
die Hose über'm Bügelbrett,
und die Socken hängen lose,
gemeinsam mit der Unterhose,
über eines Stuhles Lehne -
oh, wie ich mich nach Ordnung sehne;
nur das Unterhemd allein
fand den Weg ins Bad hinein.

Morgens schon in aller Frühe,
mache ich mir stets die Mühe,
ein leck'res Frühstück zu bereiten,
um den Tag gut einzuleiten,
auch hörte ich mal jemand sagen:
"Die Liebe, die geht durch den Magen"
Doch setz' ich mich zu meinem Mann,
schau ich nur Schwarzgedrucktes an,
denn an seines Kopfes statt,
seh' ich das "Schwäb'sche Tagesblatt".
(muss evtl. auf die entsprechende örtl. Presse abgewandelt werden)
An ein Gespräch ist nicht zu denken,
ich darf dafür Kaffee einschenken,
einst wurd' um die Zeit diskutiert,
heut' wird die Stulle nur geschmiert...
Und ist die Zeitung durchgeseh'n,
dann ist's auch Zeit für ihn zu geh'n,
ich bekomm' noch schnell 'nen Kuss
der bis zum Abend halten muss.

Tja, ihr Beiden, wie ihr seht,
ist's zum Umkehr'n schon zu spät,
und ich weiß noch viel, viel mehr,
das Lästern fällt mir gar nicht schwer!

Für Frauen ist, ich sag es ehrlich,
das Badezimmer unentbehrlich,
was jedoch kein einz'ger Mann
wirklich nachvollziehen kann.
Duschen, schminken und lackieren,
pudern, fönen und polieren,
kämmen, cremen, Wimpern zupfen,
Zähne putzen, Rouge auftupfen -
das zieht sich schon 'ne Weile hin,
doch ich tu's ja nur für ihr!
Was er nicht verstehen kann,
und er läuft im Dauertrab
vor'm Badezimmer auf und ab.
Früher hat's ihn fasziniert,
wenn ich geschminkt war und lackiert,
und was hör' ich Ärmste heuer:
"Kriegsbemalung und zu teuer!"

Der Haushalt ist, ich sag’s salopp,
ein "Wiederholungs-Dauerjob",
und nach Jubeln steht mein Sinn,
wenn ich mit Putzen fertig bin;
doch das Jubeln wird zum Schrecken,
das Jauchzen bleibt im Halse stecken,
wenn auf den noch feuchten Fließen
plötzlich braune Flecken sprießen.
Noch vor dem Sichtkontakt ist klar,
wer Ursache der Dreckspur war -
Feierabend hat der Mann,
ich fang noch mal von vorne an!

Früher tat mein Mann mit Reizen
wirklich überhaupt nicht geizen,
mit enger Jeans und Waschbrettbauch,
da konnt' er das natürlich auch.
Der Po war knackig, die Muskeln straff,
auch heut' ist noch nichts bei ihm schlaff -
außer dem Jogging, der hängt munter,
wie ein Mehlsack an ihm runter.
Figurbetont ist da nichts mehr,
erotisch noch viel weniger.
Es lebe die Bequemlichkeit,
von jetzt an bis in alle Zeit!

Tja, ihr Beiden...

So mancher Abend würd' sich lohnen,
für Gespräche, Diskussionen,
doch dann schellt, ihr ahnt es schon,
ganz penetrant das Telefon.
Ich geh' "kurz" ran - und bleib' dabei,
aus einer Stunde werden zwei,
die Freundin weiß mir zu berichten
vom Wetter und von Tratschgeschichten,
von Krankheit, Schule und von Kindern,
von neuen Schuhen, Nachbars Rindern;
die Uhr rückt vor, es wird schon spät
und Zeit, dass man zum Schlafen geht.
Die Diskussion mit meinem Mann
wird kurzerhand vertagt sodann,
auf morgen oder in zwei Wochen -
wir haben bis heut' noch nicht gesprochen...

komm ich zum Lieblings-Hobby: "Bügeln".
So steh' ich manchmal Stund' um Stund'
mit Hemdenkragen, Hosenbund,
mit T-Shirt oder Hosenlatz -
alles nur von meinem Schatz.
Wenn ich nach liebevoller Pflege,
die Kleidung in die Schränke lege,
dann wünsch' ich mir, dass er es merkt,
wie lang' ich da dran rumgewerkt.
Doch Pustekuchen, wenn man sieht,
wie er das Zeug vom Schrank rauszieht,
und lieblos in die Ecke drückt,
dann bin ich wirklich nicht entzückt,
ich mach' mit Müh' die Falten raus
und jetzt sieht's wieder runzlig aus.

Was er besonders an mir mag,
ist, wenn er nach dem Arbeitstag,
ab und zu mehr Nähe will
und ich bin auffällig still.
Ganz besorgt er mich betrachtet,
auf jedes Wörtchen wird geachtet,
bis ich dann zum guten Schluss
doch mein Sätzchen sagen muss:
"Ich hab' Kopfweh, 's ist 'ne Qual,
verschieb' es auf ein ander Mal."
Resigniert geht er davon
und brummt mit bitt'rem Unterton:
"Oh, Frau, das ist ein alter Zopf,
die Ausred' mit dem wehen Kopf,
die Woche kam zum vierten Mal,
die Phrase mit der Kopfweh-Qual,
und das weißt auch du genau -
so viel Kopf hat keine Frau!"

Tja, ihr Beiden, wie ihr seht,
ist's zum Umkehr'n schon zu spät,
aber ich werd' mich nicht zieren
und das Ganze korrigieren.
Denn was ich vorlas lang und breit
entsprach niemals der Wirklichkeit,
ich ginge, das ist wirklich wahr,
auch heut' mit ....... (Namen des Ehemannes einsetzen) noch zum Altar!
Ich habe nie den Schritt bereut
zur legitimen Zweisamkeit!

Auch euch von ganzem Herzen Glück,
denkt gern an diesen Tag zurück,
lasst es euch gut geh'n viele Jahr',
das fänden wir ganz wunderbar!

unbekannt

 

Ich und Du

Wir träumten voneinander
Und sind davon erwacht.
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.

Du tratst aus meinem Traume,
Aus deinem trat ich hervor,
Wir sterben, wenn sich Eines
Im andern ganz verlor.

Auf einer Lilie zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in Eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.

Friedrich Hebbel

 

Hochzeitsnacht

Haben sie schon einmal eine Hochzeitsnacht
als Nachbar nebenan verbracht?
Da können sie nicht schlafen in seliger Ruh’,
mit einem Ohr hören sie da drüben zu.
Man zieht sich die Decke wohl über die Ohren,
doch trotzdem hört man’s da drüben rumoren.
Mal wird’s leise, dann wieder laut,
na, mir ist’s ega! Sie sind ja getraut!!!
Da hör’ ich ganz leise von nebenan,
wie das Bräutchen sagt zu ihrem Mann:
"Ach Schätzchen, du musst besser gegendrücken,
sonst wird es heute nicht mehr glücken!"
"Nee", sagt er keuchend, "das blöde Hemd
hat sich schon wieder dazwischen geklemmt!"
Da kann ich nicht schlafen, das werden sie verstehen.
Ich muss direkt durchs Schlüsselloch sehen.
Ganz leise schleich ich mich zur Tür,
beuge mich nieder, und was sehe ich hier?!?
Die beiden machen in aller Ruh’
den Reisekoffer für die Flitterwochen zu!

unbekannt

 

Geht gemeinsam froh durchs Leben

Geht gemeinsam froh durchs Leben,
um dem Dasein Sinn zu geben.
Habt Geduld und viel Verständnis,
denn dann kommt euch die Erkenntnis,
dass die ganze schöne Welt
Liebe nur zusammenhält.

Alles wird euch dann gelingen
und euch so viel Freude bringen,
dass kein Unglück euch erreicht,
denn die Liebe macht’s euch leicht,
Schweres leicht zu überwinden
und das große Glück zu finden.

 

Ehegesetz (Eges)

§ 1 Dieses Gesetz tritt mit dem Ja-Wort in Kraft.
§ 2 Der Ehemann ist ab dem Zeitpunkt der Eheschließung der glücklichste seiner Art.
§ 3 Der Mann hat seine eigene Meinung - die Frau hat Recht und verwaltet das eheliche Vermögen.
§ 4 Sollte die Frau einmal nicht Recht haben, tritt automatisch §3 in Kraft.
§ 5 Das Ehepaar besteht aus zwei Hälften. Die Frau ist die bessere.
§ 6 Der Mann verdient das Geld, die Frau gibt es aus.
§ 7 Der Ehemann hat sein Einkommen pünktlich zuhause abzuliefern und sein Taschengeld mit kindlicher Freude entgegen zu nehmen.
§ 8 Die Frau ist unter der Haube, der Mann unterm Pantoffel.
§ 9 Falls der Ehemann an Trotz leiden sollte oder sonstige bockige Seiten aufzuweisen hat, ist ihm der Hausschlüssel zu entziehen und der Pantoffel gefechtsbereit zu zeigen.
§ 10 Dem Ehemann ist es gestattet, jeden Abend zuhause zu bleiben.
§ 11 Wann der Mann fortgeht, bestimmt der Mann, wann er heim kommen soll, bestimmt die Frau.
§ 12 Die Frau hat den Mund aufzumachen, der Mann ihn zu halten.
§ 13 Meinungen dürfen nur von der Frau ausgesprochen werden - vom Mann nur gedacht werden.
§ 14 Der Mann gibt nie zu, dass er auch mal Recht hat, sonst ist er gleich unten durch.
§ 15 Die Gartenarbeit ist Gemeinschaftssache; die Einteilung unteresteht der Frau, die Durchführung dem Mann.
§ 16 Der Mann hat zu essen, was auf den Tisch kommt und immer ein freundliches Gesicht zu machen.
§ 17 Dem Ehemann ist es erlaubt, auch seine Frau von Zeit zu Zeit etwas lieb zu haben. Er sollte aber niemals sagen: "Du kannst mich gern haben!"
§ 18 Das gemeinschaftliche Siegel ist der Kuss.

 

Ehelexikon

Büstenhalter = eine Einrichtung, die oft mehr verspricht, als sie hält
Ehe = ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist
Ehefrau = die Steuer, die man für den Luxus bezahlen muss, Kinder zu haben
Ehemann = ein Mann, der jedes Wort versteht, das eine Frau nicht gesagt hat
Ehering = eine Tapferkeitsauszeichnung, die man am Finger trägt
Flirt = sich in den Armen liegen, ohne dem anderen in die Hände zu fallen
Hochzeitstag = der Tag zwischen "dürfen" und "müssen"
Jungfräulichkeit = etwas sehr Kostbares, was alle Mädchen gern verlieren möchten
Kinderwagen = der Spaß vom letzten Jahr auf Rädern
Kompliment = schmeichelhafte Äußerung, unter Eheleuten eher unüblich
Kuss = die angenehme Art, den anderen am Sprechen zu hindern
Liebe = von allen Krankheiten noch die gesündeste
Liebling = Kosename, der Verwechslungen ausschließt
Männer = die vielleicht schönste Nebensache der Welt
Optimist = ein Junggeselle, der heiratet und glaubt, dann seine Putzfrau entlassen zu können
Pessimist = ein verheirateter Optimist
Petting = Fingerspitzengefühl
Platonische = Liebe vegetarischer Sex
Treue = Mangel an Gelegenheit
Sex = der größte Spaß, den man haben kann, ohne dabei zu lachen
Sexbombe = eine Frau, die beim Duschen keine nassen Füße bekommt
Sexualkunde = jener neumodische Unterricht, bei dem der Lehrer erfährt, was die Schüler schon lange wissen
Toleranz = die Tugend des Mannes, der keine Überzeugung hat
Tugenden = die Laster der Mehrheit
Vater = ein Mann, der geleistet hat, was Hand und Fuß hat
Verhältnis = zwei Menschen, die verheiratet sind, aber nicht miteinander
Zweitehe = der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung


Hinweis

Auf dieser Website habe ich weitere hilfreiche Texte zusammengestellt, um Sie bei der Planung Ihrer Hochzeit zu unterstützen.

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- Budgetplaner (damit behalten Sie die Kosten im Blick)
- Checkliste (das wichtigste Hilfsmittel für eine gezielte Planung Ihrer Hochzeit)
- Hochzeitsbräuche (Ideen für Ihr Hochzeitsfest)
- Hochzeitsspiele (viele Anregungen für Ihr Hochzeitsprogramm)
- Hochzeitszitate und -sprüche (für das Gästebuch, Einladungen o.ä.)

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